Übungsauftrag zum Thema ePortfolios

 Wir sollten uns einen Aspekt der ePortfolios näher anschauen. Ich habe den Bereich ePortfolios im praktischen Einsatz gewählt und bin zu folgenden Erkenntnissen gelangt:- Welche Idee steht hinter dem Konzept „ePortfolio“?

Die grundlegende Idee des ePortfolios findet man bereits in den Grundprinzipien der Pädagogik des französischen Alternativpädagogen Célestin Freinets. In dessen Pädagogik geht es unter anderem um die Selbstständigkeit des Lernenden. Auch Rupert Vierlinger führte in den 70iger Jahren bereits eine „Vorform“ der ePortfolios ein. Seine Motivation war das finden einer Alternative zur Benotung durch Ziffern. Kurz gesagt, geht es bei ePortfolios um selbstständiges Lernen, d.h. Bestimmung der Geschwindigkeit, der Tiefe,…um die Reflexion des Gelernten und die Dokumentation des Lernprozesses.


- Was könnte die Motivation der EU sein, bis 2010 jedem EU-Bürger ein ePortfolio zur Verfügung zu stellen? Ist das eine sinnvolle Idee?

Übertrieben gesagt, leben wir heute in einer „Doppelwelt“. Neben der Existenz in der realen Welt, wird die Präsenz in der globalen, virtuellen Welt des Internets immer wichtiger. Ich denke, die Motivation der EU für jeden EU-Bürger ein ePortfolio könnte damit zu tun haben, dass in der (ferner?) Zukunft ePortfolios zum Beispiel bei der Einstellung von Mitarbeitern eine bedeutende Rolle spielen. Die EU will wahrscheinlich nur sicherstellen, dass jeder Bürger die gleichen Chancen wahrnehmen kann. Skeptiker denken vielleicht, dass durch die ePortfolios totale Kontrolle und Aufgabe der Anonymität erreicht werden will.Ich bin mir nicht sicher was ich davon halte sollte. Um wirkliche meine Meinung sagen zu können, bräuchte ich mehr Informationen über das Projekt. Insofern zweifle ich aber an der Umsetzung, da es doch Internetkompetenz und Computerkenntnisse bei allen Menschen voraussetzt. Dies ist aber meiner Meinung nach nicht korrekt. Es gibt noch so viele Gruppen von Menschen, die nicht damit vertraut sind. Oder eben auch aus finanziellen Gründen keinen Zugang zum Internet haben (Stichwort: Digital Divide).


- Was ist das „eigentlich Neue“ an ePortfolios? Sind ePortfolios als Begleiterscheinung eines allgemeinen (individuellen/gesellschaftlichen/ technischen/…) Veränderungsprozesses zu sehen oder „einfach nur ein neues Werk-/Spielzeug“? In welche Arten oder Anwendungsformen lassen sich ePortfolios einteilen?

Eine neuer Aspekt an ePortfolios ist, dass sie Lernende dazu befähigen den Lernprozess selbst zu steuern. Das setzt ein Maß ein Eigenverantwortung voraus, und es heißt das man Lernen lernen muss. Durch Reflexion des Gelernten werden die Stärken und Schwächen aufgezeigt. Weiters neu ist, dass ePortfolios gerade dazu prädestiniert sind für ein lebenslanges Lernen. Ich denke nicht, dass ePortfolios einfach ein weiteres neues Werk- oder Spielzeug sind. Ich sehe sie mehr als Begleiterscheinung des allgemeinen Veränderungsprozesses. Dieser Veränderungsprozess hat meiner Meinung mit den technischen Neuerungen vor allem im Bereich von Computer und Internet begonnen. Durch die neuen Möglichkeiten hat sich auch die Gesellschaft angepasst. Und ePortfolios sind ein Tool von vielen im „Dschungel“ des Web 2.0.Nach Klampfer 2005 lassen sich ePortfolios in folgende Arten unterteilen:
1. Vorzeigeportfolios: enthält eine Auswahl der besten und bedeutendsten Arbeiten, die über einen längeren Zeitraum entstanden sind.
2. Arbeitsportfolio: enthält Arbeiten zu einem bestimmten Thema. Da es die Stärken und Schwächen eines Lernenden aufzeigt, kann es vom Lehrenden als Orientierung für einen bedarfsgerechten Unterricht verwendet werden.
3. Beurteilungsportfolio: Dient der Leistungsmessung und schließlich der Notengebung.
4. Entwicklungsportfolio: Dokumentieren einen Lernprozess über einen längeren Zeitraum, vielleicht sogar lebenslang. Enthält Reflexionen über Gelerntes bzw. auch über nicht erlernte Kompetenzen.
5. Bewerbungsportfolio: Kann die unterschiedlichsten Dokumente enthalten, diese sollten aber Aufschluss über die Fähigkeiten und Kenntnisse einer Person geben.Außerdem gibt es noch Kombinationen der einzelnen Arten, je nach dem für welchen Zweck sie genutzt werden. 

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